UniFormation S10 vereint Resin-3D-Druck, Waschen und Trocknen in einer Maschine

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Der UniFormation S10 übernimmt Drucken, Waschen und Trocknen in einem Gehäuse. Stützstrukturen und die abschließende Nachhärtung bleiben Aufgabe des Nutzers.

UniFormation S10 vereint Resin-3D-Druck, Waschen und Trocknen in einer Maschine
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UniFormation hat den S10 vorgestellt, einen Desktop-Resin-Drucker, der den Druck sowie das Waschen und Trocknen in einem Gehäuse erledigt und damit den nassen Weg zu einer separaten Waschstation einspart.

Frische Resin-Drucke kommen normalerweise mit flüssigem, ungehärtetem Material aus der Maschine und wandern direkt in ein Lösungsmittelbad. Auf diesem kurzen Weg werden Handschuhe klebrig, Resin landet auf der Arbeitsfläche und eine zweite Maschine belegt zusätzlichen Platz. Beim S10 bleibt dieser Übergang hinter der getönten Tür. Nach dem Druck übernimmt die Maschine auch das Waschen und Trocknen, bevor der Nutzer sie öffnet.

Das Ergebnis ist sauber und trocken, aber noch kein fertiges Bauteil. Die Stützstrukturen müssen weiterhin entfernt und das Modell abschließend nachgehärtet werden. UniFormation zeigt dafür ein optionales Aushärtungsmodul, mit dem auch dieser letzte Schritt im selben System bleiben kann.

Der S10 übernimmt Druck, Wäsche und Trocknung in einem Gehäuse, bevor der Nutzer Stützstrukturen entfernt und das Modell nachhärtet

Die Waschstation steckt im Drucker

Der S10 kombiniert seine Druckkammer mit einem 9-Liter-Waschtank und einer beheizten Trocknung. Der Bauraum misst 223 x 126 x 200 mm, die Trocknung arbeitet zwischen 35 und 45 °C und die Resinwanne fasst bis zu einen Liter. Mit 620 x 340 x 620 mm ist das Gerät kein kleiner Desktop-Drucker, ersetzt auf dem Tisch aber die Kombination aus Drucker und Waschstation durch ein Gehäuse.

Übersicht der integrierten Druck- und Nachbearbeitungstechnik des UniFormation S10

Genau diese Zusammenführung macht den S10 interessant. Formlabs und HeyGears automatisieren den Waschvorgang ebenfalls, verwenden in ihren Desktop-Abläufen dafür aber eigene Geräte neben dem Drucker. UniFormation bezeichnet den S10 als weltweit ersten vollautomatisierten Desktop-Resin-Drucker und hebt sich mit dem integrierten Aufbau ab.

Das Unternehmen denkt auch über den einzelnen Schreibtisch hinaus. In der Produktionskonfiguration lassen sich bis zu drei Drucker mit einer separaten Flüssigkeitsstation verbinden, die Waschflüssigkeit automatisch zuführt und aufbereitet. Ein zweistufiger Ablauf beginnt mit einer Grobreinigung und endet mit einer Feinspülung. Laut UniFormation hält die Waschflüssigkeit dadurch rund 50 Prozent länger.

16K-Auflösung trifft auf ein neues Ablösesystem

Gedruckt wird auf einem monochromen 10,1-Zoll-LCD mit 15.360 x 6.540 Pixeln. Die Pixelgröße von 14,25 x 19,25 Mikrometern richtet sich an die Miniaturen, Dentalmodelle und detailreichen Prototypen, die UniFormation mit der Maschine anspricht.

Interessanter sind die Änderungen rund um das Display. Die Z-Achse läuft auf einem Kugelgewindetrieb der Klasse C5; die Wiederholgenauigkeit wird mit plus oder minus 0,005 mm angegeben. Unter der Wanne kombiniert das Ablösesystem eine NFEP-Folie mit einer zweiten Hilfsfolie. UniFormation gibt an, dass dieser Aufbau die Ablösekraft um mehr als 30 Prozent senkt und damit eine frische Schicht beim Trennen von der Wanne weniger belastet.

Die Resinwanne des S10 nutzt eine NFEP-Folie über einer zweiten Hilfsfolie

Drucksensoren sollen Fremdkörper erkennen, die einen Auftrag ruinieren könnten. Eine automatische Resin-Zufuhr hält die Wanne gefüllt. Die werkseitige Nivellierung, ein Überlaufschutz sowie schnell lösbare Wanne und Bauplattform sollen die Arbeit zwischen den Druckaufträgen verkürzen. Diese Funktionen sind weniger auffällig als das 16K-Label, werden aber wichtig, wenn der S10 Druck, Wäsche und Trocknung unbeaufsichtigt durchlaufen soll.

Slicing und Fernüberwachung

UniFormation Studio ist der hauseigene Slicer und bringt fünf vorbereitete Resin-Profile mit: Standard, ABS-ähnlich, verschleißfest, Engineering und Miniaturendetails. Die Datentabelle nennt außerdem Chitubox und Lychee, sodass Nutzer nicht an einen Slicer gebunden sind. Ein laufender Auftrag lässt sich per Smartphone überwachen; hinzu kommt eine Bibliothek mit druckfertigen Modellen.

Für den automatisierten Ablauf ist die Software ebenso wichtig wie die Mechanik. Verlässliche Resin-Profile, sinnvolle Waschzyklen und klare Hinweise zur Waschflüssigkeit werden darüber entscheiden, ob der S10 tatsächlich Arbeit abnimmt oder sie nur in einem größeren Gehäuse verbirgt.

Preis und Verfügbarkeit

UniFormation hat weder den Preis noch einen Verkaufsstart für den S10 genannt. Auf der Produktseite können sich Interessenten per E-Mail für ein Early-Bird-Angebot registrieren.

Was automatisiert der UniFormation S10?

Der S10 automatisiert Drucken, Waschen und Trocknen in einem Gehäuse. Anschließend müssen die Stützstrukturen entfernt und das Modell nachgehärtet werden; das Aushärtungsmodul führt UniFormation als optionales Zubehör.

Wie groß ist der Bauraum des UniFormation S10?

UniFormation nennt einen Bauraum von 223,03 x 125,9 x 200 mm. Der Drucker nutzt ein monochromes 10,1-Zoll-LCD mit 16K-Auflösung und 15.360 x 6.540 Pixeln.

Was kostet der UniFormation S10?

Ein Preis und ein Verkaufsstart wurden noch nicht bekannt gegeben. UniFormation nimmt derzeit E-Mail-Registrierungen für ein Early-Bird-Angebot entgegen.

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