UniFormation S10 vereint Resin-3D-Druck, Waschen und Trocknen in einer Maschine
Der S10 übernimmt Drucken, Waschen und Trocknen in einem Gehäuse. Der Kickstarter-Preis startet bei 999 US-Dollar, für VIP-Reservierungen bei 899 US-Dollar.

Inhalt
UniFormation hat den S10 vorgestellt, einen Desktop-Resin-Drucker, der den Druck sowie das Waschen und Trocknen in einem Gehäuse erledigt und damit den nassen Weg zu einer separaten Waschstation einspart.
Frische Resin-Drucke kommen normalerweise mit flüssigem, ungehärtetem Material aus der Maschine und wandern direkt in ein Lösungsmittelbad. Auf diesem kurzen Weg werden Handschuhe klebrig, Resin landet auf der Arbeitsfläche und eine zweite Maschine belegt zusätzlichen Platz. Beim S10 bleibt dieser Übergang hinter der getönten Tür. Nach dem Druck übernimmt die Maschine auch das Waschen und Trocknen, bevor der Nutzer sie öffnet.
Das Ergebnis ist sauber und trocken, aber noch kein fertiges Bauteil. Die Stützstrukturen müssen weiterhin entfernt und das Modell abschließend nachgehärtet werden. UniFormation zeigt dafür ein optionales Aushärtungsmodul, mit dem auch dieser letzte Schritt im selben System bleiben kann.

Die Waschstation steckt im Drucker
Der S10 kombiniert seine Druckkammer mit einem 9-Liter-Waschtank und einer beheizten Trocknung. Der Bauraum misst 223 x 126 x 200 mm, die Trocknung arbeitet zwischen 35 und 45 °C und die Resinwanne fasst bis zu einen Liter. Mit 620 x 340 x 620 mm ist das Gerät kein kleiner Desktop-Drucker, ersetzt auf dem Tisch aber die Kombination aus Drucker und Waschstation durch ein Gehäuse.

Genau diese Zusammenführung macht den S10 interessant. Formlabs und HeyGears automatisieren den Waschvorgang ebenfalls, verwenden in ihren Desktop-Abläufen dafür aber eigene Geräte neben dem Drucker. UniFormation bezeichnet den S10 als weltweit ersten vollautomatisierten Desktop-Resin-Drucker und hebt sich mit dem integrierten Aufbau ab.
Das Unternehmen denkt auch über den einzelnen Schreibtisch hinaus. In der Produktionskonfiguration lassen sich bis zu drei Drucker mit einer separaten Flüssigkeitsstation verbinden, die Waschflüssigkeit automatisch zuführt und aufbereitet. Ein zweistufiger Ablauf beginnt mit einer Grobreinigung und endet mit einer Feinspülung. Laut UniFormation hält die Waschflüssigkeit dadurch rund 50 Prozent länger.
16K-Auflösung trifft auf ein neues Ablösesystem
Gedruckt wird auf einem monochromen 10,1-Zoll-LCD mit 15.360 x 6.540 Pixeln. Die Pixelgröße von 14,25 x 19,25 Mikrometern richtet sich an die Miniaturen, Dentalmodelle und detailreichen Prototypen, die UniFormation mit der Maschine anspricht.
Interessanter sind die Änderungen rund um das Display. Die Z-Achse läuft auf einem Kugelgewindetrieb der Klasse C5; die Wiederholgenauigkeit wird mit plus oder minus 0,005 mm angegeben. Unter der Wanne kombiniert das Ablösesystem eine NFEP-Folie mit einer zweiten Hilfsfolie. UniFormation gibt an, dass dieser Aufbau die Ablösekraft um mehr als 30 Prozent senkt und damit eine frische Schicht beim Trennen von der Wanne weniger belastet.

Drucksensoren sollen Fremdkörper erkennen, die einen Auftrag ruinieren könnten. Eine automatische Resin-Zufuhr hält die Wanne gefüllt. Die werkseitige Nivellierung, ein Überlaufschutz sowie schnell lösbare Wanne und Bauplattform sollen die Arbeit zwischen den Druckaufträgen verkürzen. Diese Funktionen sind weniger auffällig als das 16K-Label, werden aber wichtig, wenn der S10 Druck, Wäsche und Trocknung unbeaufsichtigt durchlaufen soll.
Slicing und Fernüberwachung
UniFormation Studio ist der hauseigene Slicer und bringt fünf vorbereitete Resin-Profile mit: Standard, ABS-ähnlich, verschleißfest, Engineering und Miniaturendetails. Die Datentabelle nennt außerdem Chitubox und Lychee, sodass Nutzer nicht an einen Slicer gebunden sind. Ein laufender Auftrag lässt sich per Smartphone überwachen; hinzu kommt eine Bibliothek mit druckfertigen Modellen.
Für den automatisierten Ablauf ist die Software ebenso wichtig wie die Mechanik. Verlässliche Resin-Profile, sinnvolle Waschzyklen und klare Hinweise zur Waschflüssigkeit werden darüber entscheiden, ob der S10 tatsächlich Arbeit abnimmt oder sie nur in einem größeren Gehäuse verbirgt.
Preis und Verfügbarkeit
UniFormation nennt für den S10 eine unverbindliche Preisempfehlung von 1.299 US-Dollar. Die Kickstarter-Kampagne soll Ende Oktober 2026 starten. Dort ist ein Pledge von 999 US-Dollar vorgesehen, während der effektive VIP-Preis bei 899 US-Dollar liegt. Dafür ist vor dem Start eine erstattungsfähige Reservierung über 20 US-Dollar nötig. Auf Kickstarter wird zunächst der volle Betrag von 999 US-Dollar fällig; nach Kampagnenende will UniFormation die Reservierung erstatten und zusätzlich 100 US-Dollar auszahlen.
Zum VIP-Paket gehören außerdem zwei Jahre Garantie, bevorzugter Versand und ein Gutschein über 5 % auf künftiges Zubehör. Die Auslieferung ist für März 2027 geplant. Als Lieferregionen nennt UniFormation unter anderem die USA, Kanada, Großbritannien, Europa und Australien.
Was automatisiert der UniFormation S10?
Der S10 automatisiert Drucken, Waschen und Trocknen in einem Gehäuse. Anschließend müssen die Stützstrukturen entfernt und das Modell nachgehärtet werden; das Aushärtungsmodul führt UniFormation als optionales Zubehör.
Wie groß ist der Bauraum des UniFormation S10?
UniFormation nennt einen Bauraum von 223,03 x 125,9 x 200 mm. Der Drucker nutzt ein monochromes 10,1-Zoll-LCD mit 16K-Auflösung und 15.360 x 6.540 Pixeln.
Was kostet der UniFormation S10?
UniFormation nennt 1.299 US-Dollar als UVP, 999 US-Dollar für den Kickstarter-Pledge und einen effektiven VIP-Preis von 899 US-Dollar. Die VIP-Reservierung kostet erstattungsfähige 20 US-Dollar; die Kampagne soll Ende Oktober 2026 starten, die Auslieferung im März 2027.
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