Elegoo kündigt 3D-Scanner M1 Ultra für den 29. Oktober an
David Chacón3 Min. LesezeitDiesen Artikel gibt es auch auf:
Der Elegoo M1 Ultra ist ein handgeführter 3D-Scanner mit integriertem Touchscreen. Vorhandene Objekte sollen damit zum Ausgangspunkt für neue Entwürfe werden.

Elegoo zeigt den M1 Ultra mit einem Touchscreen am Handgerät. Werbebild: Elegoo.
Elegoo hat den M1 Ultra vorgestellt, einen handgeführten 3D-Scanner, der am 29. Oktober starten soll und das Druckerangebot des Unternehmens um die Möglichkeit ergänzt, vorhandene Objekte digital zu erfassen.
Beim M1 Ultra sitzen die Bedienelemente direkt am Scanner. Elegoos Werbebild zeigt eine Modellvorschau und die Aufnahmesteuerung auf dem integrierten Bildschirm. Die Bedienelemente direkt am Gerät zu haben, erscheint sinnvoll: Schließlich wird der Scanner um ein Objekt herumgeführt, statt auf dem Schreibtisch zu stehen.
Der Hersteller wirbt mit einem breiten Einsatzspektrum. Seine Größengrafik zeigt kleine mechanische Bauteile neben einer Person und einem Fahrzeug. Die Kontur eines großen Objekts zu erfassen, ist allerdings eine andere Aufgabe, als eine kleine Passfläche genau abzubilden. Entscheidend ist deshalb nicht nur die Größe des Objekts, sondern auch, wie viele Details im Scan erhalten bleiben.

Elegoos Größengrafik reicht von kleinen Bauteilen bis zu großen Objekten. Werbebild: Elegoo.
In einer 3D-Druck-Werkstatt könnte ein Scanner helfen, wenn ein Kunde ein Bauteil mitbringt, aber keine Konstruktionsdatei hat. Ein gewölbtes Gehäuse ließe sich etwa als Vorlage für eine passende Halterung nutzen. Seine äußere Form müsste dann nicht allein anhand von Fotos und Messungen nachgebaut werden.
Der Scan ist dabei erst der Anfang. Möglicherweise müssen Lücken in der erfassten Oberfläche geschlossen oder störende Details entfernt werden. Ein CAD-Modell mit bearbeitbaren Maßen entsteht daraus nicht automatisch. Bohrungen und Passflächen, von denen der Sitz eines Ersatzteils abhängt, müssen weiterhin geprüft werden. Dieser Teil der Arbeit in der Software verdient genauso viel Aufmerksamkeit wie das Handgerät selbst.
Für US-Kunden bewirbt Elegoo 100 $ Early-Bird-Rabatt auf den Scanner. Beim Paket aus Scanner und Drucker sollen es 400 $ sein. Beide Angebote laufen am 12. November um 2 Uhr EST (US-Ostküsten-Winterzeit) aus. Einen endgültigen Verkaufspreis hat Elegoo mit Stand vom 22. Oktober 2026 noch nicht genannt. Die Rabatte verraten deshalb noch nicht, was die komplette Ausstattung kosten wird.
Die Ankündigung folgt auf die Vorstellung des S1-Scanners von Bambu Lab. Damit ergänzt ein weiterer Druckerhersteller sein Angebot um das Erfassen vorhandener Objekte. Für Besitzer eines 3D-Druckers liegt der Reiz darin, mit dem Teil auf der Werkbank anzufangen, statt nach einem Modell zu suchen, das nur ungefähr die richtige Form hat.
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Wann startet der Elegoo M1 Ultra?
Elegoo nennt den 29. Oktober 2026 um 3 Uhr EDT (US-Ostküsten-Sommerzeit), also 08:00 Uhr MEZ (CET). Das ist der angekündigte Starttermin. Einen Zeitplan für die Auslieferung hat Elegoo im Teaser nicht genannt.
Was kostet der Elegoo M1 Ultra?
Mit Stand vom 22. Oktober 2026 wirbt der öffentliche Teaser mit Rabatten, nennt aber keinen endgültigen Verkaufspreis. In den USA sind 100 $ Rabatt auf den Scanner und 400 $ auf ein Paket aus Scanner und Drucker angekündigt. Diese Beträge sind Preisnachlässe, keine Kaufpreise.
Funktioniert der M1 Ultra ohne Computer?
Elegoo zeigt einen Touchscreen am Scanner, hat aber noch nicht erklärt, welche Verarbeitungsschritte auf dem Gerät laufen und welche Computersoftware benötigt wird. Ein integrierter Bildschirm allein bedeutet nicht, dass sich der gesamte Scanvorgang ohne Computer erledigen lässt.
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